Pre-Conference

Psychiatrie und Gewalt

22. April 2026, 14:00-18:00 Uhr

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Herzlich Willkommen zur
Pre-Conference der
Fachtagung Psychiatrie!

Melden Sie sich jetzt an! Die Teilnahme ist auf 50 Personen begrenzt.

Datum: 22. April 2026, 14:00-18:00 Uhr

Ort: Immanuel Klinik Wannsee, Festsaal, Haus 5

Die Tagungen unseres Forums haben immer wieder gezeigt, dass psychiatrische Praxis nicht allein aus medizinischen und ökonomischen Bedingungen heraus entwickelt werden kann. Psychiatrie ist eine gesellschaftliche Institution, die über die Behandlung von Patient:innen hinaus konstitutive Aufgaben für die sozialpolitische Entwicklung übernimmt – und selbst in gesellschaftliche Zusammenhänge eingreift. Sie prägt wirkmächtig das Bild, das Menschen von sich selbst in unserer Kultur entwerfen. Im Sinne einer Psychiatrisierung sozialer Verhältnisse fungiert sie als „Verschiebebahnhof“ für gesellschaftlich ungelöste Belastungen oder Konfliktlagen auf individueller und kollektiver Ebene.

Gleichzeitig muss die Psychiatrie sich der Frage stellen, inwieweit sie selbst Gewalt ausübt: durch strukturelle Machtgefälle, Zwangsmaßnahmen oder die Pathologisierung von Verhalten, das aus gesellschaftlichen Spaltungs- und Herrschaftsphänomenen resultiert. Die Krankheitsbilder, die sie behandelt, sind definiert darüber, wie eine Gesellschaft Anderssein interpretiert und welche Voraussetzungen sie für individuelle Entwicklungen bietet.

Für eine solche Reflexion fehlt bei unseren Tagungen oft der Raum. Viele Teilnehmende wünschen sich vertiefende Auseinandersetzungen. Daher findet 2026 erneut eine Pre-Conference statt, die Raum für diese Diskussionen bietet. In Impulsvorträgen und kleinen Arbeitsgruppen werden wir uns mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Implikationen von Gewalt in der Psychiatrie auseinandersetzen.

Im Fokus steht dabei:

  • Die kritische Reflexion von Gewaltstrukturen innerhalb der Psychiatrie selbst.
  • Die Frage, wie psychiatrische Praxis gesellschaftliche Spaltungs- und Herrschaftsphänomene aufgreift – oder ihnen sogar entgegenwirken kann.

Gemeinsam wollen wir neue Impulse für eine gewaltbewusste und emanzipatorische Praxis entwickeln.

Pre-Conference

14:00 Uhr

Begrüßung

22.04. 14-18 Uhr. 1,5 Stunden Inputs, Kaffeepause, 2 AGs für eine Stunde und dann Abschlussplenum. Um Raum und Catering kümmert sich Frau Timm.

14:15 Uhr

Impulsbeiträge inkl. Diskussionen

14:15 Uhr

N. N.

Prof. Dr. Martin Heinze, Chefarzt, Hochschulklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Brandenburg


14:30 Uhr

Governance, Psychiatrie und Gewalt

Paul Bomke, Geschäftsführer Pfalzklinikum AdöR, Klingenmünster

14:45 Uhr

N. N.

N. N.

15:00 Uhr

N. N.

N. N.


15:15 Uhr

N. N.

N. N.

15:45 Uhr

Kaffeepause

16:15 Uhr

Arbeitsgruppen

17:15 Uhr

Plenumsdiskussion mit der Fragestellung des Transfers in die Praxis

18:00 Uhr

Ende